Unsere Gründer*innen

„Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.“ (BiPi)

Robert Baden-Powell (* 22. Februar 1857; † 8. Januar 1941), ist der Gründer der Pfadfinderbewegung. Pfadfinder*innen verwenden häufig den Spitznamen BiPi. Vom 25. Juli bis 9. August 1907 organisierte er das erste Pfadfinder-Zeltlager mit 20 Jungen auf Brownsea Island (Großbritannien).

Agnes Baden-Powell, seine Schwester, (* 16. Dezember 1858; † 2. Juni 1945) war die erste Weltführerin der Pfadfinderinnen nach deren Gründung im Jahr 1910. Ab 1916 übernahm Olave Baden-Powell, Robert Ehefrau, (* 22. Februar 1889; † 25. Juni 1977) den Aufbau der Pfadfinderinnenbewegung und prägt diese ihr Leben lang.

Zu Ehren des gemeinsamen Geburtstages von Olave und Robert Baden-Powell am 22. Februar wird dieser Tag jedes Jahr von den Weltpfadfinder*innenverbänden als „Thinking Day“ gefeiert.

Kurz vor seinem Tod verfasst Robert Baden-Powell einen Abschiedsbrief an die Pfadfinder*innen der Welt. Gemäß der damaligen Zeit ist der Brief nicht gegendert.

„Liebe Pfadfinder!

In dem Theaterstück „Peter Pan“, das Ihr vielleicht kennt, ist der Piratenhäuptling stets dabei, seine Totenrede abzufassen, aus Furcht, er könne, wenn seine Todesstunde käme, dazu keine Zeit mehr finden. Mir geht es ganz ähnlich. Ich liege zwar noch nicht im Sterben, aber der Tag ist nicht mehr fern. Darum möchte ich noch ein Abschiedswort an Euch richten. Denkt daran, daß es meine letzte Botschaft an Euch ist, und beherzt sie wohl.

Mein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, daß jeder von Euch ebenso glücklich lebt.

Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darin glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, daß Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn Ihr einmal Männer sein werdet.

Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheiten und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat. Euch zur Freude. Seid zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist, und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Trachtet danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.

Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, daß Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.

Wenn dann Euer Leben zuende geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewußtsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben.

Seid in diesem Sinn „allzeit bereit“, um glücklich zu leben und glücklich zu sterben. – Haltet Euch immer an das Pfadfinderversprechen, auch dann, wenn Ihr keine Knaben mehr seid.

Euer Freund

Baden Powell of Gilwell